Eine Freundschaft feiert Jubiläum- Unser Besuch in Soucy
Zum vierten Mal wurde dieses Jahr zum Austausch mit unserer französischen Partnergemeinde eingeladen.
Gegen 22Uhr wurden wir dann in der Dorfmitte am Salle des fêtes wieder einmal sehr herzlich empfangen. Man sah vertraute Gesichter, begrüßte sich und machte schon gemeinsam Witze. Trotz dass wir alle müde von der langen Fahrt waren, gab es noch ein Abendessen, man hätte es fast Mitternachtssnack nennen können, bei dem sich die ersten Gespräche zwischen den Erwachsenen entwickelten. Wir Jugendliche hatten uns von Anfang an vorgenommen, gleich Kontakt aufzubauen und die anfängliche „Auftauphase“ einfach zu überspringen, doch man merkte, dass wir einen halben Tag weniger hatten als letztes Mal und wir waren alle so müde, dass wir nach der Ankunft unter uns blieben. Erst nach Mitternacht verabschiedeten wir uns voneinander und die Göcklinger teilten sich in ihre Familien auf, um gemütlich in ihr Gastbett zu fallen.
Samstags trafen wir uns im Stadion, zwar wenig ausgeschlafen aber gespannt auf den Tag. Zuerst besuchten wir die Fassanerie von Soucy, wo uns die Tiere gezeigt wurden und ein gemeinsames Picknick stattfand. Danach ging es zur Laserquasthalle. Dort wurden gemischte Teams aufgestellt und gemeinsam lieferten wir uns einen kämpferischen Nachmittag mit lauter Musik und viel Spaß. Davon waren wirklich alle Beteiligten begeistert und nachdem man seine Endergebnisse mit den anderen verglichen hatte, fuhren wir alle zurück nach Soucy. Dort erwartete uns die Cheerleadergruppe, die stolz ihr ganzes Können vorführte. Für den Abend war dann das Essen in den Familien geplant. Da wir Jugendlichen unbedingt unsere Zeit zusammen nutzen wollten, verabredeten wir uns noch mal für abends, um uns einfach mal ohne Eltern zu treffen und Spaß zu haben. Wir haben unheimlich viel miteinander gelacht. Wieder einmal wurden verrückte Wörter ausgetauscht oder einfach nur erzählt. Dieses Jahr hatten wir kaum Verständigungsprobleme, im Gegenteil, zum Großteil konnten wir fließend mit den Franzosen reden und auch kompliziertere Themen ansprechen. Im Rückblick, war dieser Abend ein perfekter Moment mit unseren Freunden. Wieder erst gegen Mitternacht verabschiedeten wir uns schweren Herzens voneinander, jeder mit dem Hintergedanken, dass der morgige Tag die Abreise mit sich bringen würde. Am Sonntag wurden wir von der Sonne begrüßt, die schon seit 4 Jahren, immer wieder, unsere Austauschwochenenden unterstützt. Das jährliche Fußballspiel fand statt, wobei zum ersten Mal der Endstand nicht unentschieden war, sondern Frankreich gewann. Doch ein Konkurrenzdenken war gar nicht vorhanden, wir freuten uns einfach gemeinsam. Am Salle des fêtes trafen sich dann alle Göcklinger mit ihren Gastfamilien, um das 5-jährige Jubiläum unserer Partnerschaft zu feiern. Es gab ein großes Essen und wie jedes Jahr saßen wir mit unseren Austauschpartnern gemischt an Tischen, unterhielten uns und hatte keine Hemmungen mehr.
Mit schön geschmückten Torten und Sekt wurde dieses erfolgreiche Projekt gefeiert und man hat sich den Anfang dieser Jumelage ins Gedächtnis gerufen. Vor fünf Jahren wurde ein einfacher Vertrag unterschrieben, der eine Partnerschaft mit einem französischen Dorf und dessen Bewohnern mit sich brachte. Doch jetzt, nach vier Jahren Besuch und Kontakt, ist dies nicht nur eine formelle Partnerschaft, sondern das sind unsere Freunde geworden. Wir werden immer wieder so herzlich empfangen und man möchte sich nicht schon nach einem Wochenende wieder trennen. Dieses Projekt wurde zu etwas sehr Wertvollem und Tiefgründigem. Einer richtigen Freundschaft. Dies wurde von allen bestätigt und nachdem wir das alljährliche Gruppenfoto und ein tolles T-Shirt geschenkt bekommen haben, kam dann auch schon leider die Abreise. Wir verabschiedeten uns voneinander. Hier und da lief ein Tränchen, doch es wurden auch noch die letzten Witze gemacht und wir haben uns die Versprechen gegeben, nächstes Jahr wieder bei dem Austausch teilzunehmen. Nach der Ehrenrunde mit dem Bus und vielen winkenden Händen traten wir die Reise nach Deutschland an. Anfangs war es noch still, jeder träumte noch ein bisschen von dem schönen Wochenende. Doch je näher wir unserer Heimat kamen, desto besser wurde die Stimmung und diese Reise endete so, wie sie angefangen hat, mit glücklichen Göcklingern.
Wir haben weiterhin über das Internet Kontakt mit unseren Freunden und können alle das nächste Jahr kaum erwarten. Man merkt, dass es jedes Mal schwerer wird, sich zu verabschieden, doch wir haben von Jahr zu Jahr immer ein schöneres Wochenende gehabt.
Hoffentlich bleibt diese tolle Freundschaft noch lange bestehen.Hannah Lauth