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Wildschweine wildern wieder in Weinbergen

Wenn die Jahresmitte überschritten ist, sind auch die Vorräte des Vorjahres in den Wäldern für die "Schwarzkittel" aufgebraucht. Außerdem gehen die frühen Sorten der Weinreben wie z.B. Sieger der Reife entgegen. Diesen Leckerbissen spüren die Wildschweine derzeit auf, zumal sie vom Rotenberg unterhalb der Madenburg nur die Weinstraße zu überqueren brauchen, um an die leckeren Trauben zu kommen. Ein trauriges "Lied" von Wildschäden können der Biowinzer Gerhard Hoffmann aus Göcklingen und seine Kollegen anstimmen. In den vergangenen Jahren waren sie mehrmals Opfer und hatten mehrere Tausend Euro Schaden zu beklagen.

Wie Hoffmann dieser Tage in einem seiner Weinberge nahe der Weinstraße Richtung Eschbach feststellte, hatte er von den Wildschweinen in diesem Jahr schon Besuch. Fraßschäden und sonstige Spuren sind bereits deutlich zu erkennen, allerdings ohne sie auf Euro und Cent beziffern zu können. Erbost ist Hoffmann deshalb, weil die Winzer immer wieder von Jahr zu Jahr vertröstet werden, ohne dass Maßnahmen ergriffen werden.

Sein Berufsstand ist mit der Jägerschaft einig, dass in Sachen Wildschweinejagd etwas passieren muss, um die Schäden zu reduzieren. Deshalb wurde im vergangenen Jahr bereits von dem Rheinland-pfälzischen Umweltministerium ein "runder Tisch" angeregt. Hoffmann fürchtet, dass bisher solch ein Möbelstück noch nicht gefunden wurde, weil sich seit der Ankündigung im Vorjahr bisher nichts bewegt hat. Er will deshalb zusammen mit seinen Berufskollegen bei der Politik Druck machen, damit nicht wieder ein Jahr erfolglos verstreicht.

pkl