Göcklingen

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Der Hausnotruf als Lebensretter

Unsere Bilder zeigen:

a) die Teilnehmerstation

b) den Notrufknopf als Armband

Ein Hausnotrufsystem gibt Pflegebedürftigen, älteren oder allein lebenden Menschen die Möglichkeit, sich in Notlagen bemerkbar zu machen. Das funkferngesteuerte Gerät ist mit einer Notrufzentrale verbunden, die im Bedarfsfall Hilfe organisieren kann.

Hausnotrufgeräte eignen sich für Menschen, die ihre Selbständigkeit erhalten wollen, aber durch Behinderung, chronischer Krankheit oder altersbedingten Beeinträchtigungen gefährdet sind und in Notsituationen das Telefon nicht rechtzeitig erreichen würden oder können. Für Menschen mit Demenz ist das Hausnotrufgerät eher ungeeignet; es könnte sein, dass sie nicht mehr in der Lage sind zu entscheiden, wann sie Hilfe benötigen.

Welche technischen Voraussetzungen sind erforderlich?

Ein normaler Telefonanschluss mit dreifacher - TAE - Dose und eine freie Steckdose für die Stromversorgung genügt. Zusätzlich zum Telefon benötigt man die so genannte Teilnehmerstation. Sie ist nicht viel größer als das Telefon selbst und wird an die Telefondose und das Stromnetz angeschlossen. Dazu kommt ein funkbetriebener Notrufsender, den man ähnlich wie eine Armbanduhr am Handgelenk oder am Hals tragen kann.Die Reichweite des Funksenders beträgt mindestens 50 Meter Ein Akku schützt alle Notrufgeräte gegen einen Stromausfall von 10 bis 20 Stunden.

Wie funktioniert das System?

Sie brauchen Hilfe, weil Sie gestürzt sind oder Ihnen schwindelig ist oder aus sonstigem Grund.

Sie drücken den Notrufknopf, den Sie am Körper tragen. Der Knopf sendet ein Funksignal zum Notrufgerät mit Freisprechanlage, das an die Telefonleitung und ans Stromnetz angeschlossen ist und verbindet Sie mit der Notrufzentrale. Ein Mitarbeiter der rund um die Uhr besetzten Notrufzentrale nimmt dann telefonisch mit dem Hilfesuchenden Kontakt auf. Dabei wird die Freisprechanlage aktiviert. Ist eine Verständigung auf diesem Weg nicht möglich, wird Hilfe organisiert; denn in der Notrufzentrale sind verschiedene persönliche Daten des Kunden hinterlegt. Adresse und Zugang zur Wohnung, Adresse von Angehörigen, Kontakte zu Bezugspersonen u.a. Die Zentrale benachrichtigt Angehörige bzw. Kontaktpersonen oder schickt einen ausgebildeten Helfer oder verständigt je nach Situation Rettungsdienst, Notarzt oder Polizei. So ist sichergestellt, dass akut Betroffene innerhalb kürzester Zeit Hilfe erhalten.

Was kostet die Sache?

Einmalige Anschlussgebühr: 10.-- bis 50.-- Euro

mtl. Kosten: Je nach Tarif 20.-- bis 50.-- Euro ( z.B. Zusatzleistungen wie Schlüsselhinterlegung oder täglicher Kontrollruf)

Bei geringem Einkommen ist ein Zuschuss vom Sozialamt möglich. Wer in der Pflegeversicherung als pflegebedürftig anerkannt ist, kann für den Anschluss und für die monatlichen Kosten einen Zuschuss erhalten. Wichtig ist, sich vor Vertragsabschluss bei der Pflegekasse oder beim Sozialamt bzw. bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zu erkundigen.

Wir danken der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz für die freundliche Erlaubnis zur Veröffentlichung.

pkl