Erinnerungen unseres Ehrenbürgers Hermann Frech

pkl • 13. September 2022

Sibylle war eine Schwester meiner Großmutter. Diese hatte mehrere Brüder und Schwestern, alle tüchtige Menschen, die es im Leben zu "etwas brachten". Nur Sybille war nicht so begabt, etwas zurück geblieben, könnte man sagen.


Sie arbeitete als tüchtige Magd auf einem Bauernhof, wurde missbraucht und brachte einen Sohn zur Welt. Vermutlich wollte man die Geburt durch eine Abtreibung verhindern. Wie damals nicht unüblich, ging man zu einer so genannten "Engelsmacherin". Dabei wurden Methoden und Substanzen eingesetzt, die nicht ungefährlich für Mutter und Kind waren. Jedenfalls misslang der Schwangerschaftsabbruch bei Sybille und sie brachte - wie sich später zeigte - einen geistig behinderten Jungen zur Welt. Er erhielt die Vornamen Karl Michael, wurde aber später von allen "Karlemichel" gerufen. Ein Onkel von ihm nahm ihn auf , wo er im Haus, Hof, Stall, Garten und Acker nach seinen Fähigkeiten behilflich war.


Die große Stunde von Karlemichel kam bei Kriegsende. Die Amerikaner (wobei natürlich die Soldaten gemeint waren) standen vor Göcklingen. Fast alle deutsche Soldaten waren abgezogen. Man befürchtete, dass die Ami das nicht wüssten und Göcklingen vor dem Sturm beschießen würden. Man suchte jemand, der bereit war, die weiße Fahne (der Ergebung) auf dem Turm der katholischen Kirche zu hissen. Niemand erklärte sich bereit, denn bei einer eventuellen Rückkehr der deutschen Truppen drohte die Gefahr, für diese Tat erschossen zu werden. Also schickte man Karlemichel hoch, der die undankbare Aufgabe übernahm und dadurch wahrscheinlich viele Göcklinger vor dem Tod und viele Häuser vor der Zerstörung bewahrte. Leider wurde er doch noch ein Opfer des Krieges. Beim Futter holen für das Vieh fand er in einem Obststück eine Eierhandgranate, dessen Gefährlichkeit er nicht kannte. Er zog an dem Abzugsring, worauf die Granate explodierte und ihn tötete. So unbarmherzig und grausam kann das Schicksal sein.


Sybille diente später als Magd bei einem anderen Bauern. Sie wurde dort erneut missbraucht und schwanger. Da der Erzeuger nicht erkannt werden und wahrscheinlich auch nichts für seinen Nachwuchs zahlen wollte, wurde erneut ein misslungener Schwangerschaftsabbruch durchgeführt. Sybille gebar wieder einen behinderten Buben, der von meinem Großvater August und meiner Oma Malche (Amalie) in guten Händen erzogen wurde. Er half meinen Großeltern so gut es ging. Während des Krieges kam er auf behördliche Anweisung auf einen größeren Bauernhof in Essingen. Da er nie von zu Hause fort war, plagte ihn das Heimweh sehr. Nachdem er eine kleine Wunde am Bein hatte, riet ihm ein Mitarbeiter, etwas Mineraldünger in die Wunde zu reiben, damit sie sich entzündet, er ins Krankenhaus käme und von dort wieder zurück nach Göcklingen. Es kam tatsächlich zu einer Blutvergiftung und Fritz, so war sein Name kam ins Krankenhaus. Dort besuchte ihn meine Oma und ich. Ich brachte ihm noch einen Zeichenblock und Farbstifte mit; denn er malte gern und gut.


Ich selbst sah ihn nie wieder, weil ich mit fünfzehneinhalb Jahren zur "Flak" nach Ludwigshafen eingezogen wurde. Fritz starb kurze Zeit später an der Blutvergiftung. Er war ein friedlicher und hilfsbereiter Mensch, der mir in steter und guter Erinnerung bleiben wird.


pkl

von ce 27. Dezember 2025
Der kleine Hirte und der große Räuber In jener Nacht als die Schafweide vom Glanz der himmlischen Boten erfüllt war, hörte auch der kleine Hirte die Botschaft der Geburt des Gottessohnes....... In jener Gegend hauste ein großer Räuber. Von seiner Höhle aus sah er den hellen Schein und dachte, die feiern ein Fest, da kann ich mir was rauben........ Kaum war der Räuber aus seiner Höhle heraus gekommen, da machten sich der kleine Hirte und die anderen auf den Weg nach Bethlehem....... Der Räuber folgte den Hirten, immer noch in der Hoffnung etwas zu Essen zu rauben, denn sein Hunger war groß....... Im Stall lag ein kleines Kind in einer Krippe...... Ein kleiner Hirte und ein großer Hirte machten sich auf den Weg zurück zur Schafweide. Jesus öffnet Herzen Diese Geschichte wurde von den Erstkommunionkinder mit Gemeindereferentin Frau Doris Burkhart in der vollbesetzten St. Laurentius Kirche mit verschiedenen Figuren bildlich dargestellt.
von wf 20. Dezember 2025
Großen Zuspruch fanden die Frühschichten in der Adventszeit im Pfarrheim. Unter dem Thema „ Mitten unter uns „ wurde die besinnliche Zeit mit meditativen Texten und Liedern gestaltet. Zur Einstimmung auf die Geburt Jesu wurden 3 Frühschichten angeboten. Der Beginn um 6:00 Uhr eignet sich sehr gut als Start in den Tag. Beim anschließenden gemeinsamen Frühstück gab es Gelegenheit generationsübergreifend miteinander ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns auf die nächsten Frühschichten, die in der Fastenzeit stattfinden.
von ml 19. Dezember 2025
Am 07.12.2025 fand in der kath. Kirche das alljährliche Konzert „Musik im Advent“ der Gemeinde Göcklingen statt. Für das tolle Programm bedankt sich die Gemeinde bei der Kath. Musikkapelle Göcklingen, der Chorgemeinschaft der kath. Kirchenchöre Göcklingen/Ranschbach, der Männerchorgemeinschaft Göcklingen/Ilbesheim, dem Jazzalong-Quartett, Jana Ryboll und Christian Frey von der Kerweband, Sandra Wickel an der Orgel und Jacqueline Klais für den weihnachtlichen Text. Für die Gastfreundlichkeit bedanken wir uns bei der kath. Kirchengemeinde und Herrn Pfarrer Gabriel für die Dankesworte sowie den Segen. Ein besonderer Dank geht an Hans Hafner, der zum letzten Mal die Regie für den Abend übernommen hatte. Hans Hafner stellte über viele Jahre zusammen mit unserem Ehrenbürger Hermann Frech das Programm zusammen und organisierte den Ablauf. Der Abend endete mit begeisterten und in vorweihnachtliche Stimmung versetzten Gästen.
von ml 4. Dezember 2025
Am Sonntag, den 07. Dezember 2025 findet um 17:00 Uhr in der kath. Kirche zum Jahresabschluss „Musik im Advent“ statt. Hans Hafner hat wieder ein sehr schönes abwechslungsreiches Programm mit Musiker*innen aus unserer Gemeinde und Freunden zusammengestellt. Der Gemeinderat und alle Mitwirkenden laden Sie recht herzlich ein, gemeinsam den zweiten Advent mit Musik zu genießen. Manuela Laub Ortsbürgermeisterin
von ce 2. Dezember 2025
Die katholische Pfarrgemeinde stimmt sich wieder mit Frühschichten auf die Advents- und Weihnachtszeit ein. Weit vor Tagesanbruch sind gläubige Menschen aller Konfessionen jeweils an den Freitagen, den 5. Dez., 12. Dez. und 19. Dez. um 6.00 Uhr ins katholische Pfarrheim eingeladen, um sich gemeinsam auf den Weg durch den Advent zu machen und sich auf das Weihnachtsfest vorzubereiten. Bevor es dann in den Tag geht, wollen wir noch gemeinsam frühstücken.
von wf 1. Dezember 2025
Traditionell, seit über 33 Jahren, verbreitet der Kirchturm in Göcklingen ADVENTSSTIMMUNG. Winfried Frey freute sich über die Jahre hinweg über die Hilfe von Messdienern. In diesem Jahr halfen ihm Janne und Nele. Für die Kids war es ein Erlebnis, so hoch über den Dächern von Göcklingen zu sein.
von ce 26. November 2025
von 183:892255089 21. November 2025
von hf 11. November 2025
Poesie und Liederreigen : Trio Roter Vogel mit dem Programm "Unter der Weide" des Pfälzer Gesangpoeten Peter Schraß in der Reihe "Klingende Kirche" Die Ballonmütze ist zum Markenzeichen von Peter Schraß geworden. Nach mehr als 15 Jahren Bühnenabstinenz ist der Autodidakt zurückgekehrt. Geboren 1944 in Weidenthal bei Neustadt, arbeitet er in Annweiler als Hauptschullehrer für Sport und Musik. 1980 kam sein erstes Album heraus, dem vier weitere folgten. Mehr als 150 Lieder stammen aus seiner Feder, die meisten in Pfälzer Mundart. Die Lieder zeichnen sich durch eine balladenhafte Poesie aus, auch mal unterbrochen von bissiger Pfälzer Gassenhauer-Satire, aber immer weit entfernt von volkstümelnd-unkritischer Pfalzlied-Romantik. Der Autor ergänzt sich mit diatonischem Akkordeon und zweiter Stimme. Um den lyrisch-balladesken Charakter der Inhalte hervorzuheben, wurde der Liederreigen in einen poetischen Rahmen „unter dem Dach der Weide“ mit Prolog und Epilog eingebettet, vom Autor selbst rezitiert. Begleitet wird Schraß vom Ensemble Roter Vogel mit dem Bariton Edgar Zimmermann und dem Jazzgitarristen Benno Burkhart. Er hat die Lieder des Programms neu arrangiert. Der Eintritt ist frei - um Spenden wird gebeten
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