Göcklingen

Göcklingen Panoramabild von Göcklingen

zum 80. Geburtstag von Herrn Hermann Frech

Einen „großen Bahnhof“ bereitete die Gemeinde Göcklingen ihrem Ehrenbürger und langjährigen ersten Beigeordneten zu dessen 80. Geburtstag am Freitag, dem 9. Mai im Göcklinger Rathaus. Politische und kirchliche Prominenz würdigten den Jubilar für seine Verdienste und gratulierten ihm zu seinem Geburtstag. Wie Bürgermeister Fritz Garrecht betonte, hat Frech mit seinem damaligen Weggefährten, dem Ortsbürgermeister Otto Brauner in schwerer Zeit einige Projekte der Dorfentwicklung auf den Weg gebracht. Er erinnerte an die Rekonstruktion des Torbogens über dem Freihof, den neu erstellten Rathausbrunnen und die historische Ortsbeschilderung, die im wahrsten Sinne des Wortes die Handschrift des Jubilars trägt. Geschichtliche Führungen durch den Ort und die Gemarkung sowie entlang des Bachlehrpfades sind weitere Beispiele seines persönlichen Einsatzes für seine Heimatgemeinde. Seine pädagogischen Fähigkeiten sind dem früheren Rektor der Grund- und Hauptschule Billigheim-Ingenheim auf den Leib geschrieben. Während seiner Lehrerausbildung erwarb er sich Kenntnisse musikalischer Art, die ihn befähigten, das Ehrenamt des Dirigenten des evangelischen Kirchenchors Göcklingen 35 Jahre und das Ehrenamt des Organisten 45 Jahre auszuüben. Erst an Ostern dieses Jahres gab Frech die letztgenannte Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen auf.

Sein Lebenswerk beruht auf den Säulen Familie – mit seiner Frau Traudel ist er seit 1953 verheiratet – Beruf, Liebe zur Musik, Heimatgeschichte sowie kirchliches und politisches Engagement.

Landrätin Riedmaier, die mit Frech persönlich verbunden ist, nahm Bezug auf die vorerwähnten Säulen seines Lebens und folgerte, dass diese Säulen einen Tempel ergeben aus Leistung und Offenheit, sowohl nach innen als auch nach aussen.

Landtagsabgeordneter Alexander Schweitzer stellte das humanistische geprägte Weltbild des Jubilars in den Mittelpunkt seiner Ausführungen, der der jungen Generation zu einem Vorbild geworden ist, das aus Erfahrung und Tatkraft früherer Jahre resultiert.

Thorsten Blank als Vertreter von Bürgermeister Klaus Stalter stellte fest, dass frühere Mitarbeiter über Frech sagten, er sei der beste „Chef auf der Welt“ gewesen und eine Persönlichkeit „mit Ausstrahlung als Mensch und Kollege“.

Nico Schenk reihte sich ebenfalls in die Schar der Gratulanten ein als Kreisvorsitzender der CDU. Er verwies darauf, dass Göcklingen dank der Mitwirkung von Frech zu einem Kleinod im Landkreis geworden sei.

Glückwünsche und den Dank der protestantischen Kirchengemeinde überbrachte Pfarrer Martin Müller, der insbesondere die kirchlichen Verdienste Frechs würdigte.

In seinen innigen Dankesworten ging Hermann Frech auf die Verbundenheit mit seiner Heimatgemeinde ein. Insbesondere das Rathaus birgt viele entscheidende Stationen seines Lebens. So wurde im Jahr 1928 beim Standesamt seine Geburt beurkundet, 1934 war er Schulanfänger im gleichen Gebäude. Insbesondere seinem ehemaligen Lehrer Hoffmann habe er viel Lebenserfahrung zu verdanken. Später hörte er ebenfalls im Rathaus, dass die Juden der Deutschen Unglück seien. Aus dieser unseligen Zeit gab er die Anekdote preis, wonach er als 10-jähriger Junge beim Bürgermeisteramt eine Besorgung für seine Eltern erledigte. Auf Geheiß seiner Mutter zog er höflich die Mütze und wünschte einen guten Tag. Sofort wurde er auf den Flur geschickt, um die Zeremonie zu wiederholen. - bis er merkte, dass er an stelle von Guten Tag den damaligen Gruß „Heil Hitler“ verwenden sollte. Nach seiner Flakhelferzeit war er 1946 wieder im Schulsaal zur ersten Singstunde und 1947 war nach bestandener Aufnahmeprüfung in der pädagogischen Hochschule seine erste Praktikumstelle in Göcklingen. Dort heiratete er 1953 seine heutige Ehefrau Gertraud geb. Eck. Zehn Jahre später, nämlich 1963 wurde ihm die Schulstelle in Göcklingen übertragen, wo er unter anderem 24 Jahre Gemeinderatsmitglied und davon 20 Jahre Beigeordneter war.

So schließt sich der Kreis. Bei seinem Ausblick auf die Zukunft ist dem Jubilar nicht bange. Er freut sich über das bisher Erreichte und auf die Bewältigung der künftigen Aufgaben. Für die musikalische Umrahmung der Feierstunde war Magdalena Nuß erfolgreich verantwortlich.,

pkl

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