Göcklingen

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Warum Wasservögel auf Eisflächen nicht einfrieren

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Eine besondere Darstellung bot das Gänsepaar auf der Eisdecke der alten Tongrube den Wanderern am vergangenen Freitag. Stundenlang verharrte es auf der dünnen Schnee-Eisschicht, ohne fest zufrieren. Warum das so ist, hat folgende Bewandtnis:

In den Vogelbeinen liegen feine Blutgefäße dicht beieinander. Darin strömt das arterielle Blut vom warmen Körper Richtung Füße. Es fließt dabei sehr nahe an den Venen vorbei, die das abgekühlte Blut an den Füßen wieder zum Körper zurück transportieren. Die Erwärmung des Blutes erfolgt nach dem Prinzip eines Wärmetauschers.

Die Füße kühlen selbst dann nicht aus, wenn die Vögel über mehrere Stunden auf dem Eis umher watscheln. Die Füße sind  gut durchblutet, auch mit relativ kaltem Blut, weshalb kaum Wärme verloren geht und das Eis unter den Füßen nicht schmilzt. Der Vogelkörper wird durch eine wärmende Daunendecke vor Kälte und Nässe geschützt. Der Temperaturunterschied zwischen Körper und Umgebung kann bis zu 80° Celsius betragen. Es ist ein Irrtum, dass die Zugvögel wegen der Kälte in wärmere Gebiete ziehen, das tun sie nur, weil in kälteren Gebieten die Nahrung knapp wird.

pkl

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