Göcklingen

Göcklingen Panoramabild von Göcklingen

Grenzstreitigkeiten zwischen Göcklingen und Eschbach

Wie bereits bei der Gemarkungsgrenzbeschreibung angedeutet wurde, gab es zwischen  den Gemeinde Göcklingen und Eschbach lang anhaltende und heftige  Streitigkeiten. Auch wenn Göcklingen und Eschbach in einer Urkunde von 1254 gleichzeitig erstmals erwähnt wurden, und im Jahr 2004 ihr 750-jähriges Bestehen feiern konnten,  sind z.B. die Gemeinde Göcklingen, Ilbesheim, Wollmesheim, Arzheim und Godramstein älter als z.B. die Gemeinden Eschbach,  Ranschbach und Birkweiler. Die früher bestehenden Dörfer hatten das Land unter sich aufgeteilt, weshalb die neu gegründeten Orte  von Anfang an um ihren Lebensraum  "kämpfen" mussten. Dies ist der tiefste Grund für die späteren Streitigkeiten.

Bereits um 1490 schlichteten die Vögte von Germersheim und Lauterburg "Irrungen" (Streitigkeiten) zwischen  Göcklingen und Eschbach wegen des Viehtriebs und Weidegangs. Immer wieder wird gesprochen von Vereinbarungen, deren Texte unbekannt geblieben sind. 1595 wurde vom Amtmann der Burg Landeck ein particularer Vergleich (das Streben gemeindlicher Interessen an  Teilgebieten,) den allgemeinen Interessen  einer staatlichen Gemeinschaft unterzuordnen vorgeschlagen, um Hunger von der Bevölkerung abzuwenden. Leider kam es damals nicht zu einer großen Aussöhnung. Es wurden immer nur kleine Schritte begonnen, dann wurde weiter gestritten. Erst 1817 wurde zwischen beiden Gemeinden die "Streitaxt" begraben. Eine dieser kleinen Einigungen war "der kleine District" um 1500, in dem die Gemeinde Eschbach an Göcklingen jährlich 10 fl zahlte, damit der "hiesige Schlossberg und die anstoßenden Wiesen  zum Waidgang  der Rindviecher genutzt werden durften."   Mit dieser Art Pacht hat Eschbach ein so genanntes Miteigentumsrecht der Göcklinger "de facto" anerkannt, was für die spätere Zeit wieder Konfliktstoff in sich trug. (Fortsetzung folgt)

ükl

Datenschutzerklärung - Impressum