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Der Hirschkäfer

In der Kindheit des Verfassers war man als Bub schon stolz, einen Hirschkäfer gefunden zu haben. Heute kennt man ihn fast nur noch aus der Literatur. Deshalb ist es Wert, einen Käfer, der vor wenigen Tagen in der Gemarkung nahezu leblos aufgefunden wurde, als "Käfer der Woche" vorzustellen.

Der Hirschkäfer (Lucanus cervus) gehört zu den größten und auffälligsten Käfern Europas. Er war im Jahr 2012 das "Insekt des Jahres". Er wird auch als "Schröter" bezeichnet und war schon bei den Römern bekannt, welche seine Larven als Delikatesse verspeisten. Die Männchen können 4 bis 8 cm lang werden, die Weibchen sind etwas kleiner. Besonders auffällig ist bei den Männchen das Geweih oder auch Schere bzw. Zange genannt, die früher als Amulett von den Männern getragen wurden. Die Käfer leben in lichten warmen Waldrändern, in Parks oder Gärten. Dass dem Hirschkäfer wegen seiner Besonderheit im Jahr 1993 eine Briefmarke gewidmet wurde und dass er in der Roten Liste Deutschlands als "stark gefährdet" eingestuft ist, sei nur am Rande erwähnt.

pkl

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