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Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland heute 71 Jahre alt

Der 23. Mai 1949 kann als Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland angenommen werden. An diesem Tag wurde das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verkündet. Doch wie kam es dazu?

Nach dem 2. Weltkrieg stellte sich die Frage: Wie geht es weiter mit dem ehemaligen Nazideutschland? Das Sagen hatten die Siegermächte. Im Osten die Sowjetunion, im Westen die USA, Großbritannien und Frankreich. Die Siegermächte waren sich uneins, was sich zwischen Kommunismus und Kapitalismus zum Kalten Krieg hoch schaukelte. In den Zonen der Westalliierten wurde am 20. Juni 1948 eine Währungsreform eingeführt, bei der die neue D-Mark die alte Reichsmark ablöste. Stalin wollte verhindern, dass die D-Mark auch Zahlungsmittel im Ost-Sektor wird und riegelte die drei West-Sektoren ab. Auf diese Blockade reagierte die USA mit einer Luftbrücke v. 25. Juni 1948 bis Herbst 1949.

Im Juli 1948 wurden die deutschen Ministerpräsidenten von den westlichen Militärgouverneuren angewiesen, eine verfassungsgebende Versammlung für einen westdeutschen Staat einzuberufen. Das war der so genannte "Parlamentarische Rat" unter Konrad Adenauer. Er nahm im September 1948 seine Arbeit auf. Aus Sorge, die Teilung Deutschlands zu "zementieren", wurde nur ein provisorisches "Grundgesetz" entworfen. Am 23. Mai 1949 war es soweit. Adenauer verkündete das Grundgesetz mit 146 Artikeln. Es wurde in der Woche vom 16. bis 22. Mai 1949 durch die Volksvertretungen von mehr als Zweidritteln der beteiligten deutschen Länder angenommen. Bis heute sind über 60 Änderungen und Ergänzungen daran vorgenommen worden. Doch die Gesamtzahl blieb bis heute unangetastet.

Am 15. September 1949 wurde Konrad Adenauer zum 1. Kanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Das Amt übte er bis 1963 aus.

pkl

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